Ich will dich mitnehmen auf eine Reise in die Fantasie, in eine Welt, die nur dir gehört, wenn du hier bist. Dir und mir.
Manchmal bleibt es bei einem Gedanken. Manchmal wächst daraus eine Geschichte. Und manchmal entscheidet ein einziger Blick alles.
Genau wie du habe ich ganz viel „Was wäre wenn“ im Kopf. Mal ist es ein kurzer, schneller Gedanke. Wenn ich beim Einkaufen bin und einen Mann sehe, der mit seiner Frau und seinen Kindern einkaufen geht. Was wäre, wenn ich die Frau wäre, mit der er fremdgeht? Was wäre, wenn du dieser Mann wärst? Müsste ich ein schlechtes Gewissen haben, weil ich ihm das geben könnte, was er braucht, wonach er sich sehnt? Würdest du ein schlechtes Gewissen haben, weil du zuhause nicht das bekommst, was ich dir geben kann und vor allem will?
In meiner Fantasie habe ich kein schlechtes Gewissen. Warum auch? Es weiß ja außer mir niemand – außer dir jetzt.
Ich sehe jemanden und stelle mir vor, wie der Sex mit ihm wäre. Machst du das auch manchmal? Natürlich machst du das, gib es zu. Und nicht gerade selten.
Mal angenommen, du siehst mich beim Einkaufen, während du mit deiner Familie da bist. Wir haben kurz Blickkontakt und wir merken beide sofort, dass da was ist, etwas, was man noch nicht greifen, in Worte fassen kann. Dann bleiben unsere Blicke einen Moment länger aneinander hängen, als es vielleicht normal wäre. Ein leicht verlegenes Lächeln auf unseren Lippen. Irgendwas liegt in der Luft. Wir verlieren uns im Laden aus den Augen, weil du mit deiner Familie weiter den Gang hinunter läufst. Dieser kurze Moment reicht schon aus, dass wir beide den ganzen Tag immer wieder darüber nachdenken. Vielleicht hoffen wir sogar, dass wir den anderen irgendwann mal alleine treffen. Immer öfter gehst du vielleicht freiwillig noch mal eben schnell Eier holen, oder Kaffee, wenn er alle ist. Immer in der Hoffnung, mich wiederzusehen.
Und eines Tages ist es soweit. Du bist da, ich bin da. Und da ist es wieder, dieses leichte, verlegene Lächeln, diese kleine Unsicherheit zwischen uns. Soll ich, oder soll ich nicht? Vielleicht bist du jemand, der eine Gelegenheit verstreichen lässt. Vielleicht hoffst du aber auch darauf, dass ich den ersten Schritt mache. Denn wir beide wissen: Manche Schritte lassen sich nicht mehr zurücknehmen. Vielleicht ist genau das der Grund, warum wir beide noch zögern.
Was, wenn das schlechte Gewissen doch größer ist? Würde es siegen? Oder hast du dich längst entschieden?
„Hi!“ Ich stehe vor dir. Du könntest noch weggehen, du bist zu nichts verpflichtet. Natürlich nicht. Ein „Hi!“ von einer Frau macht noch lange keine Bekannte oder Freundin. Eigentlich könntest du gehen. Aber du tust es nicht. Nach einem kurzen Moment erwiderst du meinen vorsichtigen Gruß.
To be continued? Auf jeden Fall!